Was lange währt...

Kennen Sie das? Mitunter gibt es Vorhaben, die wollte man schon längst erledigt haben, die schiebt man aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder auf …  So ist es uns auch mit unserem Mosaik ergangen, welches am Gründungstag unserer Pfarrei „Heilige Maria Magdalena“ im Dezember 2019 in gemeinschaftlichem Tun von ganz vielen verschiedenen Menschen aus unserem Pfarrgebiet entstand.

Wir hatten genau dieses Motiv gewählt, weil es einem historischen Bodenmosaik in der ehemaligen Synagoge von Magdala nachempfunden ist, welches am Westufer des Sees Genezareth ausgegraben wurde und damit einen direkten Bezug zu Maria Magdalena darstellt. Die bunten Mosaiksteine waren am Ende unseres Gründungstages fast alle aufgeklebt und das entstandene Mandala-ähnliche Bild wirkte bereits sehr eindrucksvoll. Seither wartete es bei uns im Wohnheim St. Raphael auf seine Vollendung. Nun endlich haben sich Frau Rieger-Ryszka und eine Bewohnerin des Bildes angenommen: fehlende Steinchen zugeschnitten & aufgeklebt; das Mosaik verfugt und den Rahmen geölt. Nun ist das, was so lange währte, auch wirklich gut geworden. Inzwischen hat das Bild seinen vorläufigen Platz an unserem Treppenaufgang gefunden und ist ein Blickfang für Bewohner(innen), Mitarbeiter(innen) und Besucher(innen) unseres Hauses. Die Idee ist, dass das Mosaik nach einiger Zeit innerhalb der Pfarrei weitergegeben wird an die einzelnen Ortskirchen sowie kirchlichen Orte und dann schließlich seinen endgültigen Platz in unserem neuen Pfarrhaus in Leipzig-Reudnitz erhält.

Für mich persönlich ist dieses bunte Mosaik, an welchem die unterschiedlichsten Menschen mitgewirkt haben, auch ein Sinnbild für unseren gemeinsamen, mitunter nicht immer leichten Weg innerhalb der Verantwortungsgemeinschaft Leipzig-Ost bis hin zum feierlichen Tag der Gründung unserer Pfarrei Maria Magdalena.

Im Namen der Bewohner(innen) & Mitarbeiter(innen) des Wohnheims St. Raphael

Beate Wolf

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